Wenn Ich Mir Was Wünschen Dürfte

Wenn Ich Mir Was Wünschen Dürfte

Jochem Erlemann ist in den 70er Jahren der charmanteste Filou der deutschen Wirtschaftswelt. Er hat das Talent, aus Nichts ein Vermögen zu machen, und obwohl die Geschäfte meilenweit gegen den Wind stinken, schafft es die Staatsanwaltschaft nicht, ihm ans Bein zu pinkeln. Nein, er lädt seine Verfolger sogar zu den wilden Partys ein, die er mit seiner Frau Gaby feiert. Es ist eine glamouröse Welt, die sich hier wiederfindet: Finanzjongleure, Politiker, Stars, Wirtschaftskriminelle, dubiose Gestalten und schließlich auch Verbrecher der übelsten Sorte, die einen ganz anderen Plan hegen.

Nach monatelanger Planung schlagen sie am 6. März 1981 zu. Sie entführen den 11jährigen Sohn Johannes, reißen ihn auf dem Heimweg vom Fahrrad und sperren ihn in eine enge Kiste in einem Waldversteck. Für den Knaben beginnt ein zweiwöchiges Martyrium unter der Erde. Die Entführer fordern 3 Millionen Mark Lösegeld, wenn Jochem und Gaby ihr Kind wieder lebend sehen wollen. Derweil flüchtet sich Johannes in Tagträume und Erinnerungen an seinen geliebten Vater, den er sich sehnlichst zur Rettung herbeiwünscht.

Was die Kidnapper nicht wussten: Jochem selbst sitzt mittlerweile im Gefängnis, denn sein Kartenhaus ist zusammengebrochen. Seiner Frau Gaby wird mitgeteilt, dass das gesamte Vermögen eingefroren und ihr Hab und Gut gepfändet ist. Die Polizei vermutet Jochem Erlemann selbst hinter der Entführung, um sich freizupressen. Sie observieren seine Frau Gaby.

Gaby wiederum wacht aus ihrem Dornröschenschlaf und muss sich aus der ungewohnten passiven Position neben ihrem Mann emanzipieren und übernimmt endlich Verantwortung. Wild entschlossen treibt sie das horrende Lösegeld auf und nimmt es dabei mit der Polizei und den Entführern auf.

Johannes erobert sich währenddessen Schritt für Schritt seine Würde zurück. Er verliert seine Angst, zockt die Entführer beim Pokern ab, und besinnt sich schließlich, dass man selbst eingesperrt in der engsten Kiste nie das Tanzen aufgeben darf. Doch als der Junge nach einer spektakulären Lösegeldübergabe endlich frei kommt, ist nichts mehr wie es vorher war und Johannes muss lernen, dass die Wahrheit fast so viele verschiedene Gesichter hat wie sein Vater.

PRODUKTION

Status: Entwicklung

Genre: Drama

Format: Spielfilm

Produktion: Construction Film

STAB

Produzent: Sabina Arnold, Veronica Ferres

Producer: Ralf Berchtold

Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Beatrice Huber

Regisseur: Marcus H. Rosenmüller

CAST